Das Beten bekommt eine neue Wertigkeit

von Johannes

 

Ist das Beten „out“, nur weil immer weniger Leute in die Kirche gehen? Oder merken wir, dass das Beten eines Theologen, der „für uns“ betet, nicht mehr das ist, was uns wirklich anspricht? Wir können doch selber beten.


Angenehm ist es natürlich, wenn gemeinsam für etwas Wichtiges gebetet wird. So entsteht möglicherweise auch die Frage „Werden unsere Gebete mehr erhört, wenn sie im Zeremoniell einer Kirchengemeinschaft gesprochen werden?“ Ich glaube, viele bejahen das zurecht, doch wenn dazu die immer spärlicher werdenden Kirchengemeinschaften ein solches Energieloch reißen, wer füllt dann diese irdischen Gebetsenergielücken?


Materialistisch orientierte Mitmenschen „genießen“ es, dass sie jetzt ohne Kirche nichts mehr glauben und auch nicht mehr beten müssen — traurig, aber wahr. Die  kirchlichen Feiertage  werden trotzdem von allen „gefeiert“ — allerdings völlig anders als ursprünglich. Glauben wir überhaupt noch an die Macht und die Kraft des Gebets? Können wir nicht viele Beispiele nennen, wo Gebete nicht erhört worden sind, jedenfalls nicht in dem Sinn, wie wir uns das vorgestellt haben? Doch wer einmal einen der bekannten Wallfahrtsorte besucht, findet das Gegenteil en masse bestätigt und im Vertrauen verrät uns mancher, dass er betet und sich auf die geistigen Hilfen fest verlassen kann (sich auf etwas ver-lassen heißt eigentlich egofrei geschehen-lassen).


Natürlich könnte man sagen, der geistlose Materialismus hat gesiegt. Trotzdem sind und bleiben Gebete nicht nur wertvolle und heilsame Quantenfelder, sie sind auch „lebensnotwendig“ ― wir können damit Nöte in unserem Erdenleben wenden. Die Menschheit praktiziert das genau in dieser Form seit wir zurückdenken können, lediglich die menschlichen Bilder von solchen Wesenheiten, die wir als Götter oder als Göttlichkeit (an)beten, wandeln sich in unseren Vorstellungen. Das alles ist gut so, solange wir uns nicht dafür gegenseitig totschlagen. Und es wäre Vieles besser, wenn unsere moderne Rationalität nicht alle diese geistig-seelischen Verbindungen bewusst leugnen und so die Irrlehre leben würde, dass es außer der Materie die dazugehörige feinstoffliche Welt beziehungsweise geistige Wesen überhaupt nicht gebe.


Doch bleiben wir beim Gros der Menschheit, die an irgendetwas Höheres glaubt ― an eine Schöpfung, etwas Überirdisches, Transzendentes, Paranormales, Ätherisches, Feinstoffliches, Schamanisches, Lichtvolles oder Himmlisches und ich nenne es einfach die „Geistige Welt“. Mit allen diesen Quantenfeldern liegen wir sicher goldrichtig und unsere Erdenwelt braucht alle diese Glaubensformen, braucht alle ihre Gebete und ihre Liebe, und ist unsichtbar mit ihre geistigen Energien vernetzt und mit diesen geistigen Energien stets in Wechselwirkung. Und wer ist unsere Erdenwelt? Die liebende Mutter Erde und die strahlende Göttin Gaia. (1)

Derweil, so meine ich, ist es sowohl zeitgemäß als auch wertvoll, auch beim Beten einfach selbständiger und selbstbewusster zu werden — denn jeder von uns hat doch Grund genug zu beten und kann das auf seine eigene Art und so, wie es der Moment braucht. Und das wollen wir zusätzlich unterstützen.


Ich gebe zu, dass viele meiner Gebete auch Selbstgespräche sind. Nur Gespräche mit mir selbst? Oder Gespräche mit meinem Selbst?  Meinem Höheren Selbst? Die Mystiker aller Religionen erklärten uns, dass das Göttliche als Höheres Selbst in jedem von uns schlummert und wir nur den seelischen Anschluss dazu finden müssen. Heute könnte man auch Passwortsuche dazu sagen. Denn alles, was wir anfassen können, ist in einem unsichtbaren Energiefeld eingebettet, alles Irdische in einem überirdischen, alles Materielle in einem feinstofflichen Feld. Auch alles Göttliche — hier bei uns und im ganzen Kosmos. Das wissenschaftliche Gottesteilchen unserer Quantenphysiker erhielt vor sechs Jahren sogar den Nobelpreis.


Wissen erleichtert unser Beten. Wenn wir nämlich wissen, dass die geistige Welt eigentlich unsere Seelenheimat ist und wir als Schöpfer schon lange und freiwillig bei der „Seelenexpedition Erde“ mitmachen, dann ist Beten etwas Selbstverständliches. Einst war es sicher Neugierde, doch heute (mit den reichen Erfahrungen vieler früherer Seelenexpeditionen) sind wir seelisch und irdisch wieder mit dabei, um mitzuwirken, dass das dunkle Herrschersystem endlich von uns göttlichen Lichtwesen vertrieben wird. So sind unsere Gebete eben das allgemeine geistige Kommunikationsnetz mit unserer Seelenheimat und die verschiedenen Religionen sind so was wie „soziale Netzwerke“.


Dazu noch etwas Privates: Gebete gehören zu meinem ganzen langen Leben. Unsere Familie geht zurück auf die Hugenotten (französische Protestanten), doch diesmal kam ich in einer katholischen Familie auf die Welt, die ich schon im Alter von 21 Jahren wieder unter Protest verlassen habe. Statt Kirchensteuer habe ich stets eigen-willig gespendet und war und bin von den Neugeist-Gedanken von K. O. Schmidt begeistert. Und zur sog. Heiligen Familie blieb meine innere Verbindung sehr liebevoll bestehen: Mutter Maria mit ihrem Josef und der Heiland mit seiner Magdalena (mehr dazu auf meiner Internetseite unter Volksglauben (2) und meinem Buch 'Der Jesus-Code'.


Meine meist täglichen Gebete betrafen früher vor allem die Führung, den Schutz und reichliches Danken — für unser (esoterisches) Geschäftsleben, schnelle Autos und eine sehr liebevolle, große Familie. Jetzt im Alter konzentriere ich mich auf die Verhaltensforschung, erlebe dabei die mächtige Geistige Welt, die wir Engel nennen und auch meine Dankgebete haben sich wieder geändert: Das Danken am Morgen ist besonders wertvoll (3) und das zu unseren Mahlzeiten (4) inzwischen dringend nötig.