Das Gebet und unser Lebensplan

 

von Johannes

Die Energie unserer Gebete kann auch unklar sein, da wir durch die Belastungen in der dualen Welt nur selten wirklich eindeutige Signale senden. Häufig sind Herz und Verstand noch uneins und so kann auch unser Gebet „halbherzig“ werden. Wenn ich jetzt über den Verstand als Gebetsbegleiter nachdenke, kommen mir Bilder von Kriegsgebeten der Mächtigen. Zum Beispiel betete einst der Präsident George Bush für die Soldaten und schickt sie dann in den Krieg. Und der gegnerische Präsident Saddam Hussein betete für den Sieg zu seiner Gottheit und ließ sein Land verteidigen.

Wenn unser Verstand jedoch beginnt, durch Mitgefühl, durch Not und Schmerzen die Wünsche und Visionen des Herzens zu beachten und zu verwirklichen, sendet auch er im Gebet ein sicheres Zeichen und kann mit geistiger Unterstützung rechnen. Denn über unsere Herzreaktionen haben wir stets die Verbindung zum Konzept unseres einstmals beschlossenen Lebensplanes.

Neben unseren Herzgefühlen haben wir noch einen weiteren, inneren Helfer bei unseren Gebeten, unser Höheres Selbst. Unsere Gebete bekommen Kraft und werden erhört, wenn die Wünsche mit dem individuellen Lebensplan und den universalen Gesetzen in Einklang sind. Und dieses „Es werde“ geschieht stets in Übereinstimmung mit unserem Höheren Selbst, das der innere Führer in unserem Lebensplan ist. Im Gebet wirkt das Höhere Selbst als schöpferischer Geist mit und unterstützt uns mit seiner göttlichen Schwingung – ganz im Gegensatz zu unserem überwiegend materiell orientierten Verstand.

Auch die leisen Wünsche unserer Seele entsprechen fast immer unserem Lebensplan, den jeder von uns im „Raum außerhalb der Zeit“ einst selbst mitbestimmt hat und der daher sicherlich mit den göttlichen Grundsätzen übereinstimmt. Doch seine Erfüllung hat im Erdenleben Priorität und Gebete, um sich davon zu befreien, werden kaum Gehör finden. Sie können allerdings in der Form von „Ich bitte um Hilfe, dass ich das durchhalte“ oder so ähnlich Erleichterung und liebevolle Führung bringen. Das Verstehen ist dabei sehr hilfreich und Gebete um den persönlichen Entwicklungsprozess in der Selbstverantwortung und der Selbstliebe bringen wertvolle, innere Reifung. Somit hat jedes Gebet, das der Erfüllung des eigenen Seelenplanes entspricht oder das zu seiner Verwirklichung beiträgt, immer die Unterstützung des Universums.

Wenn wir in dem meistgesprochenen Gebet, das Vaterunser, pauschal beten, dass „Dein Wille geschehe“, dann ist damit ebenfalls der Lebensplan gemeint. Durch die Individualität und Erfahrung unserer Seele aus vielen verschiedenen Erdenleben ist das gemeint, was wir uns „im Sinne der Göttlichkeit“ für das aktuelle Leben in der dualen Materie ausgesucht haben – unseren Seelen- oder Lebensplan. Die Bitte lautet ja: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“.

Zu „meinem Willen“, meinem Gebetswunsch, passt die Erkenntnis, dass sich da wohl wieder mein Verstand mit eingemischt hat. Wenn ein Spötter angeblich einmal gebetet haben soll „ich bin dankbar, dass nicht alle meine Gebete erhört worden sind“, dann soll uns das darauf hinweisen, dass wir zu wenig willenlos „geschehen lassen“.  Der Lebensplan-Wächter, unser Höheres Selbst, gibt uns schon das Passende ein, um das wir dann auch fleißig beten dürfen und wir dann auch die richtigen Lösungen und Hilfen dafür bekommen – auch wenn es oft „nicht gleich“ oder „etwas anders“ aussieht, jedoch das Richtige ist, das uns auf dem geplanten Lebensweg weiterhilft.

Nun sind die tiefdunklen Jahrtausende des Kali-Yuga zuendegegangen und die Menschheit hat die Möglichkeit, daraus zu erwachen und zu erkennen, dass es nichts Materielles ohne eine übermaterielle Energie gibt. Der moderne, geistlose Materialismus ist ein Auslaufmodell geworden. Und durch die Rückkehr zu lichtvollen Glaubensbildern kann ein großer Wandel kommen. Irgendwann beginnt der Mensch dann, sich seiner Gedanken bewusster zu werden und „positive Gedanken“ werden gezielt ausgerichtet und zum Beispiel im Gebet an den Himmel, zu Gott oder zu den Engeln gesandt. Der nun erwachende Mensch wird endlich die verschiedenen Ebenen des Seins erkennen und glaubt nicht länger, dass die materielle Welt der einzige Ort des Lebens ist.

Dadurch bekommen JETZT unsere Gebete eine bewusstere Kraft und mehr Glaubensenergie, was von unseren Geistigen Geschwistern mit Freude erlebt und uns bestätigt wird.

Also: Lasst uns beten!