Das 'Vater unser'

 

 

Das Vater unser

 

 

 

Das „Vater unser“, das alle Christen beten und welches das meistgesprochene christliche Gebet ist, schleppt seit Luthers Übersetzung ins Deutsche weiterhin einen gravierenden Fehler durch die Jahrhunderte.

 

Im „Vaterunser“ bitten wir nämlich Gott „... uns nicht in Versuchung zu führen“. Doch dies ist eine falsche Übersetzung, welche richtig „...und führe uns, aufdass wir nicht in Versuchung fallen“ heißt (eine der Originalübersetzungen aus dem Aramäischen). Nicht das Göttliche „versucht“ uns, sondern das Böse. Dieser falschen Auffassung tritt Jesus entgegen mit einer klaren Aussage, die sich in den 'Pseudo-Clementinen' findet: Zu denen, welche meinten, dass es in der Schrift heiße, Gott sei es, der versucht, sagt er: Der Böse ist es, der versucht. Eigentlich auch ganz logisch so. Ausführlicher bekommen wir diese Antwort bei Jakobus 1,13-15:

 

„Keiner, der in Versuchung gerät, soll sagen, ich werde von Gott in Versuchung geführt. Denn Gott kann nicht in die Versuchung kommen, Böses zu tun, und er führt auch selbst niemand in Versuchung. Jeder wird von seiner eigenen Begierde, die ihn lockt und fängt, in Versuchung geführt“.

 

 

 

Kritiker erklären, dass Luthers Übersetzungsqualität teils hudelig, teils eigensinnig war und musste weitgehend in der »revidierten Luther-Bibel« von 1912 verbessert werden. In ganzen elf Wochen peitschte er unter Zeitdruck stehend 1522 n. Chr. seine Übersetzung des Neuen Testaments aus dem Griechischen und dem Lateinischen durch. Und danach das Alte Testament.

 

Die aramäische Sprache und Schrift war im vorchristlichen Jahrtausend in ganz Vorderasien als Volkssprache verbreitet und im persischen Großreich offizielle Amtssprache. Jeschua, der aramäische Name des Galiläers (lat. Jesus),  sprach „galiläisch-aramäisch“ – jenen Dialekt, in den man im Gottesdienst die heiligen Schriften übersetzte und in dem die aramäischen Teile des »Jerusalemischen Talmuds« überliefert sind. Auch Matthäus schrieb sein Evangelium in dieser Sprache.

 

Dazu zitiere ich die bekannteste Neuübersetzung des aramäischen Vaterunsers durch den Sprachforscher Neill Douglas Klotz:

 

 

 

O Gebärer(in)! Vater-Mutter des Kosmos,

 

Bündele Dein Licht in uns – mache es nützlich:

 

Erschaffe Dein Reich der Einheit jetzt.

 

Dein eines Verlangen wirkt dann in unserem – wie in allem Licht, so in allen Formen.

 

Gewähre und täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen.

 

Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, so wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.

 

Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält.

 

Aus Dir kommt der allwirksame Wille, die lebendige Kraft zu handeln, das Lied, das alles verschönert und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.

 

Amen

 

 

 

Wenn ich bei irgendeiner religiösen Feier das Vaterunser wie die anderen mitbete, beteilige ich mich folgendermaßen:

 

 

 

Vater unser
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Führe uns in der Versuchung
und erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

 

 

 

Auf der Internetseite »www.guentherwiechmann.de« fand ich noch eine interessante Deutung dieses „Übersetzungsfehlers“ und der Erzengel Uriel erklärt uns in einer Botschaft dazu:

 

„Ja, das Leben in der dualen Welt und auf der materiellen Ebene ist nicht EIN-fach und beinhaltet immer zwei Seiten. Doch gerade das macht ja die Möglichkeit zur Entwicklung aus, deretwegen Ihr diesen Weg gewählt habt! Die duale Welt fordert stets aufs Neue eine Entscheidung heraus und ist die Welt der Wahlmöglichkeiten. Wenn Du bittest, ‚nicht in Versuchung geführt zu werden‘, wirst Du enttäuscht werden! Doch die Täuschung endet dann, wenn Du ‚um Führung in der Versuchung oder aus der Versuchung bittest‘! In Versuchung zu sein, bedeutet immer, sich auch seines freien Willens bewusst zu werden.“

 

 

 

 

 

Nun, nach diesem Kurzausflug in die Geschichte und die Bedeutung dieses mächtigen Gebets, das sicherlich seit seinem Bestehen billionenfach und überwiegend mit Inbrunst gesprochen wurde, möchte ich fest überzeugt auf seine hohe Bedeutung hinweisen. Es ist gespeichert und muss demnach ein gewaltiges und unvorstellbares, kraftvolles Quantenfeld rund um unseren Planeten haben, sonst gäbe es ja auch nicht Erhörungen, (Selbst)Heilungen und innere Erlösungen.

 

 

 

Und da es vom Heiland selbst stammt, ist es zugleich auch sein Quantenfeld und wir können davon ausgehen, dass damit automatisch sein Versprechen gilt: „Ich bin bei euch alle Tage!“

 

 

 

Nicht umsonst steht dieses Gebet in der Mitte der Bergpredigt und deren ethischen Herausforderungen. Also: Beten wir es fleißig weiter und der Kopf, den dieser oben dargestellte Übersetzungsfehler stört, kann freigeistig sein individuelles Gebet mit seiner Göttlichkeit oder dem Vaterunser auf seine Art verbinden.

 

 

 

Dafür findet Ihr auch eine tiefgründige Variante von Robert Betz:

 

www.heilungdurchliebe.de/gebete/gebet-von-robert-betz